Die führende Brauerei und grösste Getränkehändlerin der Schweiz, die Feldschlösschen Getränke AG, verzeichnete im vergangenen Jahr ein Wachstum beim Nettoumsatz und beim Biervolumen - auch dank der Euro 08. Der Umsatzzuwachs beim Kerngeschäft der Brauerei, dem Bier, beläuft sich auf 10,1%. Für 2009 erwartet Feldschlösschen-CEO Thomas Metzger jedoch ein schwieriges Jahr.
Das Unternehmen Feldschlösschen steigerte im vergangenen Jahr den Nettoumsatz um 5,2% (Vorjahr:+1,4%) und den Umsatz beim Bier um 10,1% (Vorjahr: +5,6%). Das Biervolumen erhöhte sich 2008 um 4,8% (Vorjahr: +2,3%). Damit fiel das Volumenwachstum beim Unternehmen Feldschlösschen höher aus als das Volumenwachstum des Gesamtmarkts (+2,4%). Der Umsatz bei den Mineralwässern (Rhäzünser, Arkina) verringerte sich erneut, nämlich um 6,5% (Vorjahr: -0,3%).
Euro 08, Sortimentserweiterung und Innovationen
Höhepunkt des Feldschlösschen-Jahres 2008 war die Euro 08, bei der das Unternehmen die grosse logistische Herausforderung erfolgreich meisterte. Als Schweizer Tochtergesellschaft des Euro-Sponsors Carlsberg braute Feldschlösschen das Bier für die Stadien und erbrachte in den Host Cities wichtige logistische Dienstleistungen. Rund ein Drittel des Umsatzwachstums beim Bier könne auf die Euro 08 zurückgeführt werden, erklärt CEO Thomas Metzger: "Die Euro 08 hat rund eine Million zusätzliche Gäste in die Schweiz gebracht, die uns in diesem Jahr natürlich fehlen werden."
Ein weiteres Drittel des Umsatzwachstums erklärt sich mit der Sortiments-erweiterung durch die Aufnahme ausländischer Premiumbiere wie Corona Extra, Stella Artois und Leffe ins Portfolio. Und ein Drittel ist schliesslich auf organisches Wachstum und die erfolgreiche Lancierung von Getränke-Innovationen (Eve von Cardinal, Feldschlösschen Fresca, Angel by Cardinal) zurückzuführen.
Dank der guten Resultate konnte das Unternehmen Feldschlösschen seinen Marktanteil im vergangenen Jahr auf rund 42% steigern. Nicht darin enthalten sind die Marktanteile der beiden Marken Kronenbourg und 1664, die
Feldschlösschen per 1. Januar 2009 in sein Bierportfolio integrieren konnte. Die beiden Marken, die in der Schweiz auf einen Marktanteil von rund 3% kommen, stiessen im Zuge der internationalen Übernahme von Scottish&Newcastle durch die Carlsberg-Gruppe zu Feldschlösschen.
Schwieriges 2009 erwartet
"Zum dritten Mal in Folge konnten wir den Nettoumsatz und das Biervolumen steigern", betont Thomas Metzger, der das Unternehmen Feldschlösschen seit September 2008 führt. "Das erfreuliche Ergebnis zeigt, dass wir mit unserer Strategie und unseren Getränke-Innovationen auf dem richtigen Weg sind."
Für 2009 erwartet Thomas Metzger ein schwieriges Jahr. Sorgen bereiten ihm vor allem die unsichere Konjunkturentwicklung sowie die zunehmende Verbotskultur (Werbeverbote für alkoholische Getränke, Rauchverbote in der Gastronomie). Die ersten Wochen des Jahres 2009 hätten bereits erste Anzeichen für einen rückläufigen Bier-Konsum gezeigt, erklärt der Feldschlösschen-CEO. "Wir werden daher im 2009 weiter an unserer Effizienz arbeiten und die internen Prozesse kontinuierlich optimieren."
Erneute Reduktion des CO2-Ausstosses
Das Unternehmen Feldschlösschen reduzierte den CO2-Ausstoss aus dem Einsatz von fossilen Brennstoffen und Treibstoffen im Jahr 2008 erneut, und zwar um 3,3%. Umgerechnet entspricht das einer Einsparung von mehr als 200'000 Liter Heizöl. Dieses erfreuliche Resultat wurde trotz des erhöhten Getränkevolumens und trotz der logistischen Grossaufgabe Euro 08, welche Feldschlösschen im vergangenen Jahr zu bewältigen hatte, erreicht.
Bereits im Jahr 2007 hatte Feldschlösschen den CO2-Ausstoss um 4,6% reduziert. Für die kommenden Jahre hat das Unternehmen weitere Reduktionen von jährlich 4% geplant. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, investiert Feldschlösschen in neue, umweltfreundliche Flottenfahrzeuge und hat im Dezember 2008 die Beschaffung von bis zu 15 Elektro-LKW beschlossen. Ein ausführlicher Test mit dem ersten leichten Elektro-LKW der Schweiz, der seit Mai 2008 bei Feldschlösschen läuft, hat gezeigt, dass sich die gänzlich emissionsfreien Elektrofahrzeuge, die mit Strom aus 100% Wasserkraft betrieben werden, grundsätzlich für die Güterverteilung im Stadtgebiet eignen.