01.12.2005 08:00 

«Man sieht’s und merkt’s den Pferden an, wenn sie Malztreber erhalten»

Im Gespräch mit Daniel Schaub, Leiter Pferdestallungen Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden, über die Fütterung der Brauereipferde.

 

Manch einer, der die Feldschlösschen-Brauereipferde sieht, mag sich fragen, welche Mengen diese grossen Tiere wohl täglich fressen…
Daniel Schaub: Unsere acht tonnenschweren belgischen Brauereipferde fressen natürlich schon beachtliche Mengen. Deshalb liegt es auch auf der Hand, dass wir auch selber heuen. Die restliche Futterzusammenstellung ist ähnlich wie bei Sportpferden.

Welche Rationen verschlingen die Pferde?
Im Winter frisst ein Pferd pro Tag 3 Kg Mischfutter, 20 kg Heu, 5 kg Grassilage und 5 kg Malztreber. Im Sommer wird die Grassilage durch Weidefutter ersetzt.

Weshalb wird den Brauereipferden auch der hauseigene Malztreber gefüttert?
Malztreber hat viele Eigenschaften, die sich positiv auf den auf den Gesundheitszustand und die Leistung der Tiere auswirken. Man sieht’s und merkt’s den Pferden an, wenn Sie Malztreber erhalten – sie sind beispielsweise schöner im Fell und haben eine stabilere Verdauung.

Was ist zu beachten, wenn man Malztreber einsetzt?
Malztreber ist ein hervorragendes Eiweissfutter. Wichtig ist deshalb, dass die restlichen Komponenten nicht allzu eiweissreich sind und dass die jeweilige Ration der Leistung angepasst wird.

Ist Malztfuttermehl auch in der Pferdefütterung ein Thema?
Ja. Viele Pferdebesitzer setzten Malzfuttermehl für eine ausgewogene Pferdefütterung ein. Malzfuttermehl bietet im Vergleich zum Nasstreber den Vorteil, dass es neben Eiweiss auch Energiekomponenten beinhaltet. Bei uns liegt es auf der Hand, dass wir Nasstreber füttern – wir haben ja den Stall quasi neben dem Sudhaus.

 

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