26.01.2006 08:00 

Gemeinsame Medien-Information von GastroSuisse, Schweizer Brauerei-Verband, Vereinigung Schweizer Weinhandel, Schweizerischer Spirituosenverband

Die Aussage der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) in der neuen «Limit»-Kampagne für den Strassenverkehr «1 Glas ist o.k. – 2 sind zuviel» ist nachweislich falsch. GastroSuisse, der Schweizer Brauerei-Verband, die Vereinigung Schweizer Weinhandel und der Schweizerische Spirituosenverband kritisieren die unter anderem mit öffentlichen Geldern finanzierte Kampagne der BfU als unhaltbar und irreführend. Sie verweisen dabei auch auf entsprechende Informationen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), mit denen die Aussage klar widerlegt werden kann. Der im letzten Sommer in Zürich mit Bier durchgeführte Promilletest unter der Leitung von Universitätsprofessor Dr. Manfred Walzl aus Graz mit 50 Teilnehmenden bestätigte deutlich, dass die in diesen Tagen erneut lancierte «1-Glas-Regel» der BfU irreführend ist und mit der wissenschaftlichen Realität wenig zu tun hat. Die Regel widerspricht auch den Mess- und Forschungsresultaten, die zum Beispiel der Promilletabelle zu Grunde liegen, die im November 2004 in Zusammenarbeit mit dem BAG veröffentlicht wurde. Die vier Organisationen machen sich ebenfalls für einen vernünftigen, vor allem eigenverantwortlichen Alkoholkonsum stark und tolerieren das Autofahren in alkoholisiertem Zustand in keiner Weise. Sie setzen sich jedoch für eine wahrheitsgetreue und faktengestützte Information an die Konsumierenden ein.