Die in Gründung befindliche Allegra Passugger Mineralquellen AG (APM) übernimmt per 1. Oktober 2005 von der Feldschlösschen Getränke AG (FSG) den Abfüllbetrieb der Passugger Heilquellen und die Markenrechte für die Mineralwässer Passugger und Allegra. Mit der Übernahme erhalten elf Mitarbeitende im Werk im bündnerischen Passugg einen neuen Arbeitgeber, und es werden vier neue Arbeitsstellen geschaffen.
«Mit der Transaktion kommen die bekannten Markenprodukte der Passugger Heilquellen zurück in Bündner Hände», freute sich Urs Schmid, Mehrheitsaktionär und Geschäftsführer der APM. Er gehört zusammen mit einer Bündner Unternehmergruppe zu den Gründern der neuen Gesellschaft. APM und FSG haben eine Zusammenarbeit für die Bereiche Produktion, Logistik und Verkauf vereinbart. Von Passugg aus wird die APM die Geschäftstätigkeit für die Regionen Graubünden, Ostschweiz, Innerschweiz und Zürich selber betreiben, für die übrige Schweiz ist die FSG mit ihrer nationalen Verkaufs- und Distributionsorganisation der Geschäftspartner. Feldschlösschen übernimmt eine Minderheitsbeteiligung an der APM und nimmt im Verwaltungsrat Einsitz. Über den Verkaufspreis vereinbarten die Partner Stillschweigen. «Unser Ziel ist es, den Ausstoss der Marken Passugger und Allegra von derzeit rund 10 Mio. Litern markant zu erhöhen», erklärte Urs Schmid. Die APM übernimmt von Feldschlösschen elf Mitarbeitende, die bereits bisher im Werk Passugg arbeiten, zu den bisherigen Anstellungsbedingungen. In Verkauf und Administration schafft die neue Gesellschaft in einem ersten Schritt vier neue Arbeitsplätze. Weitere neue Arbeitsplätze entstehen durch ausgelagerte Aufgaben, namentlich in der Logistik. Den Hauptabsatzmarkt für Allegra und Passugger sehen die neuen Eigentümer vorerst national in der Gastronomie und im klassischen Getränkehandel. In diesen Kanälen wird ein starker Ausbau der Marktanteile angestrebt. In einem zweiten Schritt wird der Export der Bündner Mineralwässer überprüft. Dazu bestehen bereits konkrete Ideen und Kontakte, wobei man sich hierbei sehr selektiv auf einzelne klar definierte Länder konzentrieren will, wie Urs Schmid ausführte. Feldschlösschen Getränke: Unerlässliches Wassergeschäft Die Feldschlösschen Getränke AG konzentriert sich in der Mineralwasser-Produktion künftig auf ihre beiden nationalen Marken Rhäzünser und Arkina, mit denen sie unverändert eine konsequente Vorwärtsstrategie verfolgt. «Angesichts des seit 14 Jahren rückläufigen Biermarktes ist es für uns unerlässlich, mit dem Mineralwassergeschäft über ein zweites starkes Standbein, und zwar in einem Wachstumsmarkt, zu verfügen», unterstrich Thomas Metzger, CEO a.i. der FSG.
Die neue und die bisherige Eigentümerin von Passugger
Allegra Passugger Mineralquellen AG Die in Gründung befindliche Allegra Passugger Mineralquellen AG wird ihren Sitz am Produktionsstandort Passugg haben und sich von dort aus auf den Marktausbau der beiden bekannten Bündner Markenprodukte Passugger und Allegra konzentrieren. Das neue Unternehmen wird zu Beginn 15 Mitarbeitende in Passugg beschäftigen. Hinter der Unternehmung stehen Mehrheitsaktionär und Geschäftsführer Urs Stephan Schmid sowie eine Gruppe Bündner Unternehmer, deren Namen erst bei der kurz bevorstehenden Gründung der Gesellschaft bekannt gegeben werden. Der 42-jährige Urs Schmid ist seit 1991 in verschiedensten Funktionen in der Getränkebranche tätig und verfügt über grosse Erfahrung und einen beachtlichen Leistungsausweis. So machte er sich unter anderem in der Wein-Gastronomiebranche als Geschäftsführer des Weinbau- und Weinhandelbetriebes Cottinelli in Malans über Graubünden hinaus einen Namen. Dabei gelang es ihm, den im Bündner Weingeschäft bedeutenden Betrieb innert kurzer Zeit erfolgreich im Markt neu zu positionieren. Feldschlösschen Getränke AG Die Feldschlösschen Getränke AG mit Sitz im aargauischen Rheinfelden ist das führende schweizerische Getränkeunternehmen. Sie wird – nach dem Verkauf von Passugger und Allegra – noch 12 eigene Bier- und Mineralwassermarken produzieren und vertreiben, darunter die Biere Feldschlösschen, Cardinal und Carlsberg sowie die Mineralwässer Rhäzünser und Arkina. Das Sortiment wird ergänzt durch Hauptmarken von Drittproduzenten. Das Unternehmen beschäftigt an insgesamt 25 Standorten 1700 Personen. Nach dem Verkauf des Werks in Passugg wird die Feldschlösschen Getränke AG an fünf Standorten Getränke produzieren, nämlich in den drei Brauereien in Rheinfelden, Freiburg und Sitten sowie in den zwei Mineralwasser-Abfüllbetrieben in Rhäzüns und Yverdon-les-Bains. In Rhäzüns füllt die Gruppe auch die Coop-Eigenmarke Swiss Alpina ab. Seit der Übernahme durch die Carlsberg Breweries im Jahr 2000 gibt die Feldschlösschen Getränke AG keine Geschäftszahlen mehr bekannt. Infos zu den Marken: www.passugger.ch / www.allegra.ch